CRI Kurs Schänis 2024

Zusammen mit Roman Studerus hatte ich Mitte Oktober 2024 das Vergnügen auf dem Flugplatz Schänis am lange geplanten CRI-Kurs für Segelfluglehrer mit Schleppberechtigung teilnehmen zu dürfen. Das Ziel der insgesamt 5 Kandidaten war dabei, die nach den regulatorischen Änderung verlorene Schlepp-Einweisungsberechtigung der FI(S) wieder zu erlangen.

Nach dem Inkrafttreten der EASA Regeln wurde immer wieder von Seiten der Segelfluggruppen der Wunsch geäussert mehr Schlepppiloten-Ausbilder in der Schweiz zur Verfügung zu haben. Die fünf Tage wurden perfekt organisiert und fachlich in bekannt minutiöser Form von Peter Schäuble unterstützt. Die Teilnehmer wurden dabei in vielerlei Hinsicht gefördert und gefordert. Letzteres vermochte Matteo Morisoli von der Flugschule Avilu in eindrücklich perfekter Art und Weise zu bewerkstelligen und auf uns Kandidaten mass zu schneidern.

Die praktische Ausbildung umfasste, vom pädagogisch wertvollen und kompetenten Briefing, über präzise Operation, korrekte Demonstration und Instruktion bis zum, nicht selten spät am Abend stattfindenden, hoch interessanten Debriefing. Nicht selten vermochte unser FII Matteo mehr als nur das Bristell B23 Turbo-Schleppflugzeug an seine Performance-Limits zu bringen. Durch seine grosse Erfahrung schaffte er es eindrücklich Charaktere verschiedenster Ausprägung und fliegerischer Erfahrung für uns Instruktoren zu supponieren. Dies deckte alle Schattierungen vom salopp-hastigen Selbstüberschätzer mit Hang zu Abkürzungen bis hin zum zaghaft-verhaltenen, ängstlichen Zögerer ab. Als zukünftiger CRI also ein Arbeitsfeld das einem durchaus begegnen kann und nicht selten herausfordernd sein wird.


In unzähligen Long Briefings erarbeiteten die Kandidaten auch ein umfangreiches Spektrum an unterschiedlichen Fachthemen rund um Instruktion und Theorie. Das Vortragen mit unterschiedlichsten Hilfsmitteln konnte im wunderschönen Vereinslokal der alpinen Segelflugschule Schänis perfekt geübt werden. Im Anschluss konnten die Teilnehmer dann sogar den Schleppbetrieb übernehmen und die BR23 vor den Arcus und ASK21 Doppelsitzern ausprobieren.
Zum Abschluss des Kurses mussten alle Kandidaten ein Assessment of Competence, durchgeführt durch den Experten Marc Roth, bestehen bevor sie nun ihren Einsatz in den Flugschulen aufnehmen können.

Für die SGS bedeutet dies nun konkret dass wir 4 CRI (Jürg Angst, Andi Wenk, Roman Studerus und Peter Zimmermann) und einen FI (Raeto Vitins) zur Verfügung haben. Bitte kontaktiert Eure CRIs frühzeitig damit wir Eure Trainingsflüge oder Einweisungen nach Euren Bedürfnissen zusammen planen können.

Autor: Peter Zimmermann


Was ist ein CRI:

Der CRI (Class Rating Instructor) ist ein Fluglehrer, der nach den EASA-Regeln speziell für das Unterrichten von Klassenberechtigungen (Class Ratings) zugelassen ist. Die genauen Rechte eines CRI hängen von der Art der Berechtigung ab, für die er qualifiziert ist (z. B. einmotorige Kolbenflugzeuge, Schleppen etc)

Rechte eines CRI:

Durchführung von Flugunterricht für Klassenberechtigungen (z. B. SEP).
Vorbereitung von Piloten auf Skill Tests oder Proficiency Checks.

Durchführung von Trainingsflügen zur Auffrischung oder Verlängerung einer bestehenden Klassenberechtigung.

Einführung in neue Systeme oder Flugzeugtypen innerhalb der Klasse, für die der CRI zugelassen ist.

Unterschied zum FI: Ein CRI darf nur Piloten unterrichten, die bereits eine Lizenz besitzen. Die Ausbildung von ab-initio-Piloten ist nicht erlaubt; dafür ist ein FI (Flight Instructor) notwendig.

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